Ottakring – 7 Gründe für ein Leben & Wohnen im Sechzehnten

Ottakring Brauerei, Yppenmarkt

Als Autor dieses Blogbeitrags oute ich mich gleich zu Beginn: Ich bin ein waschechtes Kind aus Ottakring. Aufgewachsen zwischen Brunnenmarkt und Ottakringer Brauerei erinnere ich mich heute noch gerne zurück an:

  • den Blick von der elterlichen Terrasse auf den berühmten Brauerei-Turm
  • die Sommer mit der Familie im Kongressbad
  • und viele Lernstunden im Café Ritter in der Studenten-Zeit

Es ließ sich schon immer ausgezeichnet leben im 16. Wiener Gemeindebezirk. Seit den 2000er Jahren boomt der Stadtteil jedoch förmlich – es ist wieder angesagt, im Sechzehnten zu wohnen.

Doch was zeichnet dieses besondere Ottakringer Lebensgefühl aus?

 

Grund 1 – Brunnenmarkt – der sich eigentlich gar nicht in Ottakring befindet

 

Nimmt man es genau, liegt der Brunnenmarkt nicht in Ottakring, sondern im Bezirksteil Neulerchenfeld. Neulerchenfeld war bis 1891 eine eigenständige Gemeinde, die wesentlich urbaner war als das bäuerliche Ottakring.

 

Ottakring Neulerchenfeld Linienwall
Anhand des Wiener Gürtels kann bis heute die Lage des Linienwalls rekonstruiert werden.

 

Neulerchenfeld lag am sogenannten Linienwall – eine Befestigungsanlage (zwischen den Vorstädten und Vororten) an der für nach Wien eingeführte Lebensmittel eine Art Umsatzsteuer eingehoben wurde.

Folglich waren die Waren außerhalb des Linienwalls günstiger als innerhalb – weshalb die Bewohner aus den Vorstädten gerne in nah erreichbare Vororte einkaufen gingen.

Der Vorort Neulerchenfeld war nah erreichbar. Händler ließen sich nieder. Seit 1786 existiert der Brunnenmarkt – heute Wiens längster Straßenmarkt.

 

Brunnenmarkt in der Brunnengasse
Brunnenmarkt in der Brunnengasse © Markus Felkel / Vanderals

 

Wo ist eigentlich der Brunnen am Brunnenmarkt?

 

… eine Frage, die ich mir als Kind oft gestellt habe. Tatsächlich existierte einmal ein Brunnen am Brunnenmarkt – ein sogenannter Auslaufbrunnen, der an die Hernalser Wasserleitung angeschlossen war. 1871/72 wurde dieser aufgrund des Baus der Pferdestraßenbahn jedoch abgebrochen.

 

© Markus Felkel / Vanderals

 

Grund 2 – Yppenplatz – das Top-50 Trendviertel auf der Welt

 

Kaum zu glauben und vor 20 Jahren nicht vorstellbar – das Grätzel rund um den Yppenplatz zählt heute zu den 50 angesagtesten Vierteln auf der Welt! Das Magazin „Time Out“ listet das Yppenviertel auf Rang 34.

 

Yppenmarkt La Salvia
© Markus Felkel / Vanderals

 

In den 1980er und 1990er Jahren galt der Yppenplatz als Problemzone: schlechte Bausubstanz, sozialer Brennpunkt und ein Markt – der Yppenmarkt -, der praktisch nicht mehr existent war.

Die Stände dienten nur noch als Lagerräumlichkeiten für die Standler am Brunnenmarkt. Einzig der – auch heute noch äußerst beliebte – Bauernmarkt hauchte dem Yppenplatz jeden Samstag Vormittag ein wenig Leben ein.

Mitte der 90er Jahre sollte der Yppenplatz verbaut werden. Doch dann kam alles anders …

 

© Markus Felkel / Vanderals

 

… ein Verein wurde gegründet, ein EU-Projekt wurde gestartet … kleine Manufakturen erfüllten die toten Geschäftslokale wieder mit Leben. Die Zinshäuser wurden saniert. Und rund um die “Piazza” siedelten sich immer mehr Lokale an.

Brunnenmarkt und Yppenmarkt sind heute nicht nur ein kulinarisches Nahversorgungs-Zentrum. Sie bieten Raum zum Chillen und Freunde treffen. Sie vermitteln Urlaubsflair – ganze 365 Tage im Jahr.

 

Yppenplatz Piazza
© Markus Felkel / Vanderals

 

Grund 3 – Ottakringer Brauerei – das Herz des Sechzehnten

 

Er ist das Wahrzeichen von Ottakring – der Brauerei-Turm, der sogenannte Darre-Turm. Mit einer Höhe von über 40 Metern ist er weithin sichtbar. Markant ist vor allem die drehbare Spitze – die von den Ottakringern auch liebevoll Drahdiwaberl oder Frosch von Ottakring bezeichnet wird.

Während früher die Ottakringer Brauerei vor allem für ihr Goldfassl-Bier und 16er-Blech bekannt war, ist sie heute ein pulsierender Ort und Szene-Hotspot: Konzerte, Hochzeiten, Partys, Firmenfeiern … der Fesch’markt … es gibt kaum ein Event, das in den historischen Räumlichkeiten der Brauerei nicht veranstaltet werden kann.

Ein ganz besonderes Highlight stellen die in den Sommer-Monaten stattfindenden Braukultur-Wochen dar. Hierbei wird ein Großteil des Freiluft-Areals zur Event-Location.

 

ottakringer brauerei 1160 wien
© Markus Felkel / Vanderals

 

Grund 4 – Kongressbad – Wiens schönstes Bad

 

Das “Kongerl” ist zweifelsohne eines der schönsten Bäder Wiens. Die denkmalgeschützten Gebäude sind ein Sinnbild für das “Rote Wien” – für die Wiener Arbeiterkultur. War das Bad früher einmal von Fabriken umgeben, ist heute nur noch die Meinl-Fabrik Zeuge des industriellen Zeitalters in Ottakring.

Andere historische Industriedenkmäler wurden wohnbar gemacht und sind heute ein Ort höchster Lebensqualität.

 

© Gugerell

 

In Ottakring kann man jedoch nicht nur schwimmen gehen. – Wer aktiv sein will, dem steht ein “bunter Strauß” an Freizeitbeschäftigungen zur Verfügung:

Mehr als ein Drittel des Bezirks besteht aus Grünflächen. Über 20 Prozent aus Wald – genauer gesagt dem Wienerwald, der zu ausgedehnten Wanderungen oder Mountainbike-Touren einlädt.

Ein beliebtes Ausflugsziel im Wienerwald ist die Jubiläumswarte – von der man einen herrlichen Blick auf Wien genießen kann.

Wer übrigens lieber einen Blick in die Sterne werfen möchte, dem sei die Kuffner Sternwarte ans Herz gelegt. Diese ist alleine schon aus architektonischen Gründen einen Besuch wert.

Gleich gegenüber der Sternwarte ist das Ottakringer Bad – ein Hallen- und Sommerfreibad.

Wussten Sie, dass in Ottakring ein Theater beheimatet ist, das es auf die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes geschafft hat? Die Tschauner-Bühne ist Wiens letztes Stegreiftheater. In dem Open-Air-Theater wird in den Sommermonaten neben Theater auch Kabarett und Musik dargeboten. Und sollte es einmal regnen, kein Problem, dann wird einfach das Dach über dem Zuschauerraum zugezogen.

 

Grund 5 – Café Ritter – der Gemütlichkeits-Hotspot in Ottakring

 

Gleich zwei berühmte Kaffeehäuser in Wien firmieren unter dem Namen “Café Ritter” – eines auf der Mariahilfer Straße und eines auf der Ottakringer Straße.

 

Cafe Ritter
© Markus Felkel / Vanderals

 

Das Ottakringer “Ritter” wurde in den vergangenen Jahre liebevoll renoviert und erfreut sich großer Beliebtheit – besonders unter den Schach-, Karten- und BillardspielerInnen.

Im Café Ritter wird einem nicht langweilig. Lesungen und Konzerte runden das vielfältige Programm ab.

Eine Besonderheit stellt übrigens die kleine Gedenkstätte für den ehemaligen Fußballer und Trainer Ernst Happel dar. Der “Wödmasta” residierte im “Ritter” – wenn er nicht gerade auf den großen internationalen Fußball-Bühnen Erfolge feierte.

 

Cafe Ritter Ottakringer Straße
© Markus Felkel / Vanderals

 

Grund 6 – 10er Marie – Wiens ältester Heuriger

 

Spricht man in Wien vom Heurigen, denken viele zuerst an Grinzing, Neustift oder Salmannsdorf. Was die wenigsten jedoch wissen: Wiens ältester Heuriger befindet sich in Ottakring. Die “10er Marie” existiert seit 1740.

Ottakring hat eine lange Weinbau-Tradition. Wer somit fernab der Touristenpfade in Grinzing und Co. ein Achterl in Ruhe konsumieren will, dem seien die Ottakringer Heurigen ans Herz gelegt, wie zB:

 

 

Grund 7 – Wohnen in Ottakring – wir haben die passenden Wohnungen

 

Hat der Beitrag Ihnen das Wohnen in Ottakring schmackhaft gemacht? Dann sehen Sie sich unsere traumhaften Wohnungen an.

In der Kirchstetterngasse 7-9 können wir vier neuausgebaute Dachgeschoss-Wohnungen anbieten – in folgenden Größen:

51,50 m2 Wohnfläche

66,00 m2 Wohnfläche

70,30 m2 Wohnfläche

84,00 m2 Wohnfläche

 


 

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