#WIEN – Warum man beim Wohnungskauf in Wien mehr als nur ein Dach über dem Kopf erhält?

#Wien - Blick auf die Donau

#WIEN – Wahre Werte: Warum man beim Wohnungskauf in Wien ganz nebenbei ein Fleckchen „Weltstadt“ mit ganz viel Stabilität und Sicherheit erhält. Wie sehr sich die kulturellen, historischen und kulinarischen Besonderheiten positiv auf Immobilien auswirken. Und was der Kaiser heute noch damit zu tun hat. Harte und weiche Fakten zur boomenden österreichischen Bundeshauptstadt.

Von Marie-Theres Stremnitzer

Legen wir zuerst die Zahlen auf den Tisch: Wien wächst. Heute zählt Wien 1,88 Millionen Einwohner, das ist fast ein Fünftel mehr als noch vor 15 Jahren. Schon 2028 rechnet die Metropole aber mit dem Überschreiten der Zwei-Millionen-Grenze.

Wien baut. Mehr als 10.000 neue Wohnungen kommen pro Jahr im Stadtgebiet dazu. Mit der Nachfrage steigen die Preise. Seit zehn Jahren muss man für den Quadratmeter fast mehr als doppelt so viele Euros hinlegen. Neu errichtete Eigentumswohnungen kosten heute im Schnitt um 89 Prozent, gebrauchte sogar um 82 Prozent mehr. Beim Wohnen im Prime-Segment, also der Luxus-Kategorie, liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis in der Metropolregion Wien, die den unmittelbaren Ballungsraum hinter der Stadtgrenze miteinbezieht, bei mittlerweile 19.420 Euro* – und damit deutlich über Berlin mit 11.203, aber auch über Paris mit 18.514 Euro. Im Vergleich dazu kratzen London und New York bereits an der 30.000-Euro-Grenze.

Fest steht: das kräftige Bevölkerungswachstum beantwortet Wien auch in den nächsten Jahren mit reger Bautätigkeit und Stadtverdichtung.

(* Auf Basis von Knight-Frank-Daten)

 

#WIEN - Alte Donau, Wien
VIELFÄLTIG. Die Wiener mögen es flexibel: ein Sprung in die Alte Donau, ein belegtes Brot am Karmelitermarkt und abends das volle Kulturprogramm. @ WienTourismus Christian Stemper

 

#WIEN – Sicherheit, Stabilität, Diskretion

 

Aber lassen wir die Fakten einmal kurz beiseite. Beim Wohnen geht es doch vor allem um Emotion. Da ist Wien als Gesamtpaket attraktiv. Mit einer Wohnung kauft man ganz nebenbei ein Fleckchen „Weltstadt, zu der Wien wieder geworden ist“ mit, ist Klaus Wolfinger, Vizepräsident des Verbandes der Österreichischen Immobilienwirtschaft (ÖVI), überzeugt.

Klaus Wolfinger
Klaus Wolfinger @ www.sebastianfreiler.com

In kaum einer anderen Stadt findet sich ein so reich bestückter und so hochkarätig international besetzter Kultur- und Veranstaltungskalender, liegen gelebte Tradition und diskrete Innovation so eng beieinander, greifen Privatsphäre und Öffentlichkeit, Natur und Stadt so elegant, abwechslungsreich und, ja, gemütlich, ineinander. Zwar wurde die Stadt, wie WienTourismus-Chef Norbert Kettner im „Zeit“-Interview erklärte, einst für vier Millionen Einwohner angelegt, verlor sich jedoch niemals in übertriebener Weitläufigkeit, sondern besticht bis heute durch Kompaktheit, detailverliebte, flächendeckend funktionierende Infrastruktur und charmante Grätzel.

 

#Wien - Karmelitermarkt, Wien
Karmeliktermarkt in Wien-Leopoldstadt @ WienTourismus Paul Bauer

 

Der Französin Camille Boyer, die mit ihrer Austrian Fashion Association junges Design und Mode vorantreibt, fällt auf, dass man im Gegensatz zu Paris hier keinen „Dresscode“ braucht. In der Donaumetropole hält man es – nicht nur modisch – lieber flexibel, schließlich könnte man in der Mittagspause schnell auf eine erfrischende Schwimmrunde in die Alte Donau springen, abends den Mountainbiketrail im Wienerwald machen oder spontan doch in die Oper, ins Konzert oder Theater gehen.

Sehr behilflich sind dabei die Verlässlichkeit und die kurzen Intervalle der Wiener Linien, mit denen man in einer knappen Dreiviertelstunde überall hingelangt. Auch zu Fuß kann man sich selbst nachts frei bewegen. No-go-Areas gibt es nicht. Sicherheit und Diskretion sind zwei der vielen Punkte, die Wien, im Gegensatz zu anderen Metropolen, für Käufer wie Touristen so attraktiv machen. Die Präsenz internationaler Organisationen wie OPEC, OSZE oder UNO trägt dazu erheblich bei. Stabilität und Sicherheit sind auch ausschlaggebend im Ranking der lebenswertesten Städte des britischen Leitmediums „Economist“. In Führung: Wien.

„In der Stadtentwicklung geht es um die Stadt der kurzen Wege“, erklärt Experte Wolfinger. „Je durchmischter eine Stadt ist, desto mehr kann ich auf kurzem Wege anbieten, umso zeitschonender und nachhaltiger ist das Lebensgefühl, umso reduzierter ist die Mobilität.“ Ziel sei die polyzentrale Stadt: „In Wien gibt es kaum Grätzel, in denen nicht alle Teile der Gesellschafts-, Bildungs- und Einkommensschichten zu finden sind. Plus Kultur-, Bildungs- und Nahversorgungsangebote. Die Qualität liegt darin, dass jedes Grätzel in all diesen Bereichen seine eigene Identität herausbildet.“

 

#Wien - Wiener Staatsoper
WELTBÜHNE. Die Staatsoper mit all ihren Stars und dem Opernball ist ein kultureller und gesellschaftlicher Exportschlager. @ WienTourismus Christian Stemper

 

Den Grundstein für das moderne Wien legte der Beschluss Kaiser Franz Josephs I., das verschlafene Biedermeierstädtchen hinter den dicken Stadtmauern, den heutigen Ersten Bezirk, mit den 34 Vorstädten des Umlandes, deren Namen sich immer noch in den Straßen- und Bezirksbezeichnungen finden, zu einer Weltstadt zu verbinden. Und das Grünland dazwischen, das Glacis, wo heute die Ringstraße und die großbürgerlichen Palaisbauten stehen, für 50 Jahre in eine Großbaustelle zu verwandeln und ganz Grundsätzliches einfach festzulegen – vom Wasser über Verkehrsmittel bis zu den Lebensmittelgesetzen. Wirklich eingelöst haben sich viele damalige Visionen erst Jahrzehnte später. Aber darin liegt vielleicht der Grund, weshalb die Wiener immer noch ganz gerne dem Kaiser huldigen.

 

#WIEN – Wein, Wasser, Wiener Küche

 

Heute zeichnet Wien im Vergleich zu Weltstädten wie London, Paris und New York eines aus: seine so unangestrengt wirkende Lebensqualität. Woher sie kommt? Dafür gibt es tatsächlich mehrere Quellen. Eine davon nimmt in einem Gebiet ihren Anfang, das weit außerhalb der Stadtgrenzen liegt: Das Wiener Hochquellwasser kommt unter anderem aus dem Kaiserbrunnen. Diesen schenkte der Kaiser anlässlich der Ringstraßeneröffnung der Stadt und ihren Bewohnern. Entlang des ersten Wiener Wasserleitungswanderweges, der von Hirschwang zum Kaiserbrunnen führt, wandert man durch ein Gebiet, das mit Wien direkt verbunden ist – und zwar wegen des kristallklaren Bergwassers, das dort entspringt und circa 24 Stunden später in der 100 Kilometer entfernten Großstadt in jeder Wohnung aus der Leitung getrunken werden kann. Oder sich in der Badewanne in ein Schaumbad verwandelt. Ein Luxus, der ganz von selbst, nur durch den Druck des Gefälles ins private Home-Spa plätschert.

Weinberg in Wien mit Blick auf die Donau
@ Christian Steinbrenner

Als wäre das allein nicht schon genug, trinkt der Wiener sein feines Wasser aber besonders gern gemischt. Mit Wein. Dazu hat er allen, jedenfalls aber einen recht einzigartigen Grund. Denn auf 625 Hektar Stadtgebiet wird in durchaus großem Stil Weinbau betrieben. Selbst im Zentrum, im ersten Bezirk, versteckt sich hinter Balustraden am Schwarzenbergplatz noch der kleinste Weingarten. Grüner Veltliner, Weißburgunder, Riesling, Chardonnay und Welschriesling werden gemeinsam angebaut, geerntet und ausgebaut zu einer traditionsreichen Spezialität, dem „Wiener gemischten Satz“. Ein frischer, fruchtiger, körperreicher Tropfen, der nicht nur beim herbstlich beliebten Weinwandern zwischen Rebstöcken und Lieblingsheurigen, sondern ganzjährig selbst in der Spitzengastronomie genossen wird.

 

Umweltstadträtin Ulli Sima mit Schafen auf Donauinsel
GRÜN. Ob Joggen im Augarten, Lesen im Stadtpark oder Schafe streicheln auf der Donauinsel: Umweltstadträtin Ulli Sima sieht Wiens Grünflächen als Wohnzimmer im Freien. @ PID/Christian Fürthner

 

Passend zur einzigen Stadt, die ihre eigene Küche, nämlich die Wiener Küche, besitzt, gehört auch die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Produkten. „Mit rund 40 verschiedenen Sorten Gemüse, über 70.000 Tonnen jährlich, die in der Stadt geerntet werden, kann sich Wien als einzige Millionenstadt weltweit während der Saison selbst mit Gemüse versorgen“, erklärt Umweltstadträtin Ulrike Sima. Rund 700 Gemüse- und Ackerbaubetriebe, Gärtnereien und Weingüter, aber auch Biobauernhöfe wie der am Cobenzl zählen zur Wiener Stadtlandwirtschaft. Die frische Ware landet dann wiederum oft auf einem der 22 Wiener Märkte, die sich wie Lebensadern durch die Stadt ziehen. Für Liebhaber des Urbanen zählen daher die Grätzel um den Nasch-, Karmeliter-, Rochus-, Brunnen- und Kutschkermarkt zu den beliebtesten.

 

#WIEN – Internationale Drehscheibe

 

Rund die Hälfte der Donaumetropole ist Grünraum. Ein Spitzenwert im internationalen Vergleich. „Die rund 1.000 Parks sind keine Ziergärten, sondern Wohnzimmer im Freien“, betont Sima. Und „mit einem Versiegelungsgrad von nur knapp 30 Prozent ist Wien unter vergleichbaren europäischen Großstädten Europameister. Wir setzen verstärkt auf die Nachnutzung ehemaliger Gewerbe- und Industrieareale wie etwa Nordbahnhof, Nordwestbahnhof oder dem Sonnwendviertel neben dem Hauptbahnhof. Brachliegende alte Standorte zu nutzen, hat Vorrang vor der Ansiedelung auf der grünen Wiese. Das ist ein zentrales Element eines strategischen Flächenmanagements und nachhaltigen Umgangs mit der begrenzten Ressource Boden in einer wachsenden Stadt“, erklärt Sima, die neben dem Umweltressort auch für die Wiener Stadtwerke verantwortlich ist. 30 Jahre nach dem Mauerfall ist Wien wieder Drehscheibe zwischen Ost und West. Die Stadt gewinnt an kultureller und vermittelnder Bedeutung und ist wieder zu der Vielvölkerstadt mit regem Zuzug geworden, die sie einmal schon war. „Die Drehscheibenrolle war einst eine Stärke Wiens“, erklärt Wolfinger, „dabei geht es um Erreichbarkeit und Infrastruktur. Diese Position muss man schon pflegen, wenn man sie halten will.“

Nicht nur, wer in Wien ankommt, auch wer in Wien lebt, findet für alles eine Anlaufstelle. „Ein echter Wiener geht nicht unter“, lautet der Titel einer erfolgreichen österreichischen TV-Serie aus den späteren 1970er-Jahren. Dass hier keiner untergeht, könnte damit zu tun haben, dass es für alle – vom Fahrradfahrer bis zum überforderten Vater, Jugendlichen mit Herzschmerz bis zur kontaktfreudigen Seniorin – einen Ansprechpartner gibt. Gratis. Ein Netz für alle Fälle, das sich die Stadt leistet. Auch digital kommuniziert die Smart City intensiv mit den Bürgern: Über den WienBot kann man den virtuellen Beamten Löcher in den Bauch fragen. Er chattet auf Englisch und auf Wienerisch. Und hat sogar den einen oder anderen Schmäh drauf.

 

#WIEN – Staatsoper bis Sängerknaben

 

„Ich genieße das Erbe, das diese ehemalige Residenzstadt für Millionen von Touristen so attraktiv macht“, sagt Klaus Albrecht Schröder in der „Presse“. Er ist Chef der Albertina, die genauso wie zahlreiche andere Institutionen Wien zu einem kulturellen Hotspot macht, an dem sich „500 Jahre Geschichte und Kunstgeschichte versammeln“. Das sehen auch die stark luxus- und lifestyle-affinen Leser des Reisemagazins Condé Nast Traveler so, die Wien erneut zum besten Städteziel Europas erkoren. „Kunstvoll, exquisit und von seinen musikalischen und intellektuellen Wurzeln geprägt, besticht Wien durch sein überreiches Kulturangebot“, schwärmt die Redaktion von Österreichs Hauptstadt. Speziell Musikinteressierte kommen hier auf ihre Rechnung – das traditionelle Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker im Musikverein ist nur eines, wenngleich das wohl berühmteste Zugpferd neben Staatsoper, Konzerthaus und den Sängerknaben. Und: Die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien erreichte soeben Platz eins des World University Rankings.

 

#Wien - Universität Wien
Universität Wien @ WienTourismus Paul Bauer

 

Beim Wirtschaftsstandort Wien kommen wieder harte Fakten ins Spiel. Alle 55 Minuten wird in der Stadt ein neues Unternehmen gegründet. Die Produktivität ist um 35 Prozent höher als im EU-Schnitt, dafür sind die Lebenshaltungskosten vergleichsweise gering – genau genommen um ein Drittel niedriger als in London. Knapp 80 Airlines verbinden den Flughafen Wien regelmäßig mit 190 Destinationen. Darüber hinaus fungiert die Stadt als Angelpunkt für wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Austausch und ist „knapp nach Paris, aber vor Madrid, Barcelona und Berlin aktuell die Nummer zwei bei den beliebtesten Standorten für Kongresstourismus“, so Tourismus-Chef Norbert Kettner.

 

#WIEN – Lebendige Traditionsbetriebe

 

Oliver W. Braun, Gerstner Cafe Restaurant
TRADITION. Als Eigentümer der traditionsreichen Gerstner K.u.K. Hofzuckerbäckerei verspürt Oliver W. Braun mehr Verantwortung als Recht.

Aber zurück zur Emotion. Die Bewohner und die Besucher Wiens schätzen die Nähe zu Kultur und Kulinarik. Ebenso wie die Tatsache, dass Traditionsunternehmen hier keinen musealen Charakter haben, sondern lebendiger Teil der Stadt sind. Wie etwa das Schwarze Kameel, das seit 400 Jahren ein Mikrokosmos wienerischer Genussfreude ist, oder die 1847 gegründete Gerstner K.u.K. Hofzuckerbäckerei, die unter anderem die Gäste der Staatsoper in den Pausen mit Köstlichkeiten versorgt. Und dies bereits seit der Eröffnung des Opernhauses im Jahre 1869. „Gegebenheiten ändern sich“, sagt Gerstner-Eigentümer Oliver W. Braun. „Über die lange Zeit muss man sich flexibel anpassen können und gleichzeitig die eigenen Wurzeln schätzen, die einen so weit gebracht haben.“ Konkurrenz sieht er immer als Ansporn. Allerdings werde es für viele immer schwieriger zu entscheiden, welchen Trend man mitmacht und welchen eben nicht. Ein Traditionsunternehmen zu führen, bedeutet für Braun viel mehr eine Verantwortung als ein Recht. „Nach wie vor wird alles handgefertigt. Uns geht es um Qualität, um Wertschätzung und um die Freude an dem, was man tut. Das spüren die Gäste.“

 

Gerstner Café-Restaurant
Gerstner Café-Restaurant @ Gerstner

 

Wofür sich die Wiener begeistern? Das schwankt noch zwischen Innovation und Tradition. „Die Menschen in dieser Stadt werden immer weltoffener, innovativer und kreativer“, konstatiert Wolfinger. Gleichzeitig besinnt man sich gerne auf seine intellektuellen und kulturellen Wurzeln. Dass die Wiener für diese „Besinnung“ gern ins Kaffeehaus, ins Wirtshaus, zum Heurigen gehen, ist eines der vielen offenen und trotzdem unergründlichen Geheimnisse dieser Stadt. Wer aber dort sitzt, meistens nicht weit von der eigenen Wohnung entfernt, darf sich im Zentrum des Geschehens wähnen. Und das ist faktisch unbezahlbar.


 

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