Zinshausmarktbericht Frühjahr 2018: Wenig Angebot – Preise gestiegen

Zinhausmarktbericht 2018 Frühjahr, Cover

Der Wiener Zinshausmarkt für Häuser aus der Gründerzeit ist neuerlich auf Erfolgskurs. So lag 2017 der Umsatz bei 982 Mio. Euro und dürfte inklusive Nachlauf* zum dritten Mal in Folge die Milliardengrenze erreichen. Dies ist ein Ergebnis aus dem Ersten Wiener Zinshausmarktbericht der OTTO Immobilien Gruppe (Frühjahrsausgabe), den Unternehmenschef Dr. Eugen Otto am Dienstag gemeinsam mit seinem Expertenteam vor Journalisten präsentierte.

 

Besonders umsatzstark waren der dritte und vierte Bezirk, die für fast 15 Prozent der Umsätze verantwortlich waren und im Jahresvergleich zum Frühjahr 2017 sogar ein Umsatzplus von 46 Prozent verzeichnen. Trotz großer Nachfrage der Investoren ist das Angebot an Wiener Gründerzeit-Zinshäusern allerdings weiter gesunken, in der Folge sind die Mindestpreise in manchen Bezirken teils stark gestiegen, heißt es im Marktbericht.

Vor allem in einigen Regionen innerhalb des Gürtels haben die Mindestpreise seit Herbst 2017 deutlich zugelegt, im 8. und 9. Bezirk sogar um 26 %. „Die Maximalpreise sind nach unseren Erhebungen hingegen auf hohem Niveau stabil geblieben bzw. sind nur leicht angestiegen“, so Ing. Thomas Gruber, Teamleiter Zinshäuser bei Otto Immobilien. Auffallende Preissprünge sieht er nur in der Region 9 (16. und 17. Bezirk), wo die Maximalpreise um 17 % angestiegen sind, sowie im 21. und 22. Bezirk mit einem Plus von 10 Prozent. Als Ausblick für 2018 prognostiziert Gruber trotz hoher Nachfrage eine etwas gedämpftere Preisentwicklung. 

Neuerlich gesunken sind laut Otto Immobilien die aktuellen Renditen: Anleger können derzeit mit Maximalrenditen von 3,9 % für Objekte im 10. oder 11. Bezirk erwarten, die Spitzenrendite für TOP-Objekte in der Wiener Innenstadt liegt weiterhin höchstens bei 1,2 %, erläutert Mag. Richard Buxbaum, Leiter der Abteilung für Wohnimmobilien und Zinshäuser.

Bei den Preiskategorien zeigt sich neuerlich: jede zweite Transaktion des Vorjahres lag in einer Größenordnung von 1,0 Mio. Euro bis 2,5 Mio. Euro und war damit auf demselben Niveau wie im Jahr 2016, so Buxbaum.

 

Unternehmen werden immer aktiver

 

Weitere interessante Details der Auswertung von Otto Immobilien: Bei den Käufern dominierte zuletzt klar die Gruppe der Unternehmen, sie wird aber auch auf Verkäuferseite immer stärker. Konkret gingen im vergangenen Jahr knapp zwei Drittel aller Käufe und die Hälfte aller Verkäufe von Unternehmen aus.

Als Quellen für den ersten Wiener Zinshausmarktbericht dienten neben eigenen umfangreichen Recherchen die Eintragungen im öffentlichen Grundbuch, der Kaufvertragsspiegel von IMMOunited, der Kulturgüter-Kataster der Stadt Wien, Daten der Statistik Austria sowie der MA 5.

Martin Denner, BSc, Leiter der Abteilung Immobilien Research: „Nach unseren kontinuierlichen Erhebungen gibt es in Wien mit Stichtag 14.02.2018 noch exakt 14.439 klassische Zinshäuser. Seit unserem ersten Marktbericht im Jahr 2009 ist dies ein Rückgang des Bestandes von mehr als 7 %“, so Denner. Allerdings ist laut Otto Immobilien dafür weniger der Abriss ganzer Häuser verantwortlich, sondern überwiegend die Begründung von Wohnungseigentum.

 

Wie erhalten Sie den aktuellen Zinshausmarktbericht?

 

Der Zinshausmarktbericht Frühjahr 2018 kann gerne auf unserer Website bestellt werden.

 

* Der Nachlauf ergibt sich aus jenen Kaufverträgen, die im untersuchten Zeitraum abgeschlossen wurden, aber erst nach dem Zeitpunkt der Erhebung –  14.02.2018 – im elektronischen Grundbuch zur Verfügung gestellt wurden.

 

 

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