Welche Haustiere dürfen in die Mietwohnung?

Hund, Katze, Hase, Meerschweinchen

Haustiere. – Sie sind der Menschen beste Freunde, doch nicht jeder Mensch will den vermeintlich besten Freund in seiner Nähe haben. Die Rede ist von Haustieren in der Mietwohnung. Es gibt wohl kaum ein Thema, das die Gemüter in einem Mietshaus oder einer Wohnhausanlage mehr hochgehen lässt. Wir gehen der Sache auf den Grund und haben einen tierischen Blick in die Gesetzbücher geworfen: Welche Haustiere sind erlaubt? Welche verboten?

 

Darf der Vermieter grundsätzlich Haustiere verbieten?

 

2011 kippte der Oberste Gerichtshof den Passus aus Mietverträgen, der es dem Mieter grundsätzlich verboten hatte, Haustiere zu halten. Ohne eine sachliche Begründung sind allgemeine Haustierverbote hinfällig!

 

© Michael Tieck / fotolia

 

Doch der sprichwörtliche Hund liegt im Detail

 

Denn sehr wohl darf der Vermieter einzelne Haustiere verbieten, wenn er oder die anderen Mitbewohner schützenswerte Interessen haben:

  • So können einzelne Tiergattungen ausgeschlossen werden, wie zum Beispiel Kampfhunde – vor allem wenn Kinder im Haus wohnen.
  • Auch ein Grund können Tierhaar-Allergiker in der Nachbarschaft sein.

Sobald die Lebensqualität der Mitbewohner leidet, kann der Vermieter die Haltung des Tieres verbieten.

 

Dürfen Katzen in der Wohnanlage streunen?

 

Ja, das Oberste Gericht erkannte das Recht der Katzen an, in einer Wohnhausanlage herumstreunen zu dürfen. Im Gegensatz zu Hunden muss der Katzenkot nicht von den Haltern entfernt werden.

Das gilt auch für Parkanlagen oder Gemeinschaftsgärten → mehr zum Thema Gemeinschaftsgärten in Wien können Sie übrigens in diesem Beitrag nachlesen.

 

Was tun gegen Katzenkot im Garten?

 

Regelmäßiger Katzen-Besuch im Garten kann auch recht ärgerlich sein, wenn sich die stinkenden Häufchen im Beet häufen. Wir haben 5 Tipps gegen Katzenkot im Garten:

 

  • Schützen Sie Ihren Garten mit einer dichten Dornen-Hecke: Katzen sind ausgezeichnete Springer, aber auch schlaue Tiere. Meistens haben sie bereits stechende Erfahrung gesammelt mit dornigen Hecken und werden diese meiden. Wichtig: Die Hecke muss bis zum Boden reichen.
  • Ultraschall vertreibt ungebetene Gäste: Im Fachhandel werden Ultraschall-Geräte angeboten, die Katzen, aber zum Beispiel auch Mader, verjagen. Der Vorteil: Der hohe Ton ist nur Tieren unangenehm. Das menschliche Gehör kann ihn nicht wahrnehmen.
  • Duftstoffe gegen Katzenbesuche: Sogenannte Katzen-Repellents verbreiten Düfte, die den Stubentigern unangenehm sind. Allerdings müssen diese regelmäßig gesprüht oder gestreut werden, da die Wirkung nachlässt – vor allem nach einem Regen.
  • Viele Katzen sind wasserscheu: Mit einer Kinder-Wasserspritze können sie die felligen Gäste vertreiben, ohne diese zu gefährden.
  • Katzenklo installieren: Die letzte Karte, die Sie ziehen können: Legen Sie ein Katzenklo an – am besten an einem sonnigen Ort. Pflanzen Sie noch Katzenminze um das Klo. Der angenehme Duft wird Katzen zum Katzenklo locken.

 

Kennen Sie schon unseren Gartenkalender?

 

Mehr zum Thema Garten können Sie in unserem Gartenkalender nachlesen: Gartenarbeit im Frühjahr, Gartenarbeit im Sommer, Gartenarbeit im Herbst.

 

Wie sieht es mit Hundekot in der Stadt aus?

 

Abhängig von der kommunalen Gesetzeslage muss Hundekot von den Haltern entfernt werden – frei nach dem Motto: Das Gackerl ins Sackerl. Eine Zuwiderhandlung kann zum Beispiel in Wien mit einem Bußgeld von 50,- Euro bestraft werden.

In Wien können Gratis-Sackerl aus sogenannten Hundekotsackerlspendern entnommen werden. 3500 Stück hat die Stadtverwaltung aufgestellt – auf diesem Plan sind diese vermerkt.

 

 

Hund und Katze© Ermolaev Alexandr / fotolia

 

Können Haustiere zum Kündigungsgrund werden?

 

Grundsätzlich können, wie oben erwähnt, genau definierte Klauseln in einem Mietvertrag verankert sein. Hält sich der Mieter nicht daran, stellt das einen Kündigungsgrund dar. Darüber hinaus können Gründe sein:

  • Ein Hund, der Tag und Nacht bellt.
  • Eine Katze, die die Wohnung verwüsten.
  • Ein Hund, der Mitbewohner bedroht und beißt.
  • Verstöße gegen das Tierschutzgesetz:
    • Verbotene Tiere werden gehalten, wie zum Beispiel Giftschlangen oder einzelne Spinnengattungen.
    • Der Lebensraum für das Tier ist zu klein und entspricht nicht einer artgerechten Haltung.

 

Haustiere in der Wohnung© victor zastol'skiy / fotolia

 

Und wie sieht es mit Kleintieren aus?

 

Kleintiere, wie Hamster, Meerschweinchen, Mäuse, Ratten, Wellensittiche oder Fische, stellen keinen Kündigungsgrund dar. Auch müssen diese bei der Unterzeichnung des Mietvertrags nicht gemeldet werden.

 

Wellensittich© Kurhan / fotolia

 

Muss ich den Vermieter um Erlaubnis fragen, wenn ich mir ein Haustier zulege?

 

Um keine böse Überraschung zu erleben, ist anzuraten, bereits vor dem Kauf den Vermieter über die Anschaffung eines Tieres, das über die Größe eines Kleintieres hinausgeht, zu informieren. Auch das Gespräch mit der Nachbarschaft kann Ressentiments abbauen und ein friktionsfreies Zusammenleben in der Hausgemeinschaft aufrecht erhalten.

 

Beim Thema „Haustiere im Mietshaus“ kennen Sie sich nun aus und wissen, wie der Hase läuft

 

 

 

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