Der Umzug von A bis Z

Umzugskisten

„Da tue ich mir so schnell nicht wieder an!“

Jeder von uns kann ein Lied davon singen – über die Strapazen und den Stress, die ein Umzug so mit sich bringt. Dabei könnte er weitaus unaufgeregter verlaufen, wenn er von langer Hand geplant wird. Wir haben für euch das ABC des Umzugs zusammengestellt:

 

A – Adressänderung melden

Innerhalb eines Monats müsst ihr auf eurem Meldeamt den Umzug bekannt geben.

Weiters müsst ihr euren Handybetreiber, diversen Zeitschriften-Abos, der Bücherei, Lebensversicherung, Krankenversicherung, Kfz-Versicherung, Unfallversicherung, Bausparvertrag, eurer Bank, dem Kreditkartenunternehmen und last but not least natürlich eurem Arbeitgeber die Übersiedlung bekanntgeben.

 

B – Babysitter organisieren

Solltet ihr Kinder haben, vergesst nicht für den Umzugstag einen Babysitter am Start zu haben.

 

C – Catering für Umzugsteam

Wenn ihr schon Freunde habt,  die euch unentgeltlich helfen, wartet mit einem kleinen Catering auf: Zumindest ein paar Getränke – in eine Kühltasche gepackt oder in der Badewanne gekühlt – solltet ihr vorbereitet haben.

 

D – Daueraufträge kündigen

Vergesst nicht, die Daueraufträge auf eurem Bankkonto zu stornieren – zum Beispiel für Miete, Gas und Strom sowie Fernwärme oder die Haushaltsversicherung der alten Wohnung.

 

E – entrümpeln, verschenken, versteigern, verkaufen

Wann, wenn nicht vor einem Umzug, bietet es sich besser an, einmal ordentlich den Keller oder die Kleiderschränke auszusortieren. All das, was ihr entsorgt, müsst ihr dann übrigens auch nicht in die neue Wohnung schleppen.

 

F – Fahrzeug organisieren

Falls ihr den Umzug von einer Spedition machen lasst, findet ihr im Internet eine große Auswahl.

Solltet ihr gemeinsam mit Freunden und Familie den Umzug angehen, recherchiert nach dem günstigsten Autoverleiher in der Stadt. Ein TIPP für das Beladen: Schwere Kisten unten, leichte darüber.

 

MöbelwagenⒸ fotolia / Bobo

G – Genehmigung für Halteverbotszone

Zum Preis von 52,08 Euro könnt ihr euch für maximal 1 Woche eine Halteverbotszone vor der neuen bzw. der alten Wohnung bewilligen lassen. Details zum Verfahrensablauf findet ihr auf der Homepage der Stadt Wien.

 

H – Helfer rechtzeitig verständigen

An alles hat man gedacht, bloß die Helferinnen und Helfer hat man vergessen zu verständigen und einzuteilen. Wenn ihr viele helfende Hände habt, teilt eine Hälfte fürs Ausräumen, die andere fürs Einräumen ein. Eure Helfer werden es euch danken.

 

I – Installationsarbeiten in der neuen Wohnung

Ihr müsst Steckdosen verlegen? Oder nehmt bauliche Veränderungen am Bad vor? Verständigt eure Vermieter und holt euch deren schriftliche Zustimmung. Das wird euch Ärger ersparen, wenn ihr eines Tages wieder ausziehen solltet.

 

J – Jutetaschen

Ein Transport-TIPP: Für schweres oder unhandliches Transportgut empfehlen wir die Verwendung von Jutetaschen – beispielsweise für Bücher.

 

K – Kisten packen und beschriften

Spätestens wenn ihr kreuschmerzen-geplagt die Kisten in die neue Wohnung rauf schleppt, werdet ihr fluchen: „Warum habe ich so viel Zeug reingepackt?!“ Packt die Kisten nie bis an den Rand voll. Eure Bandscheiben werden es euch danken.

Ein Pack-TIPP: Unten in der Kiste Bücher, darüber leichte Kleidung oder Stofftiere des Kindes.

Spart auch nicht bei der Qualität der Kisten. In jedem Baumarkt gibt es Kartons, die ordentlich Gewicht aushalten. (Theoretisch bis zu 30 Kilo.)

Beschriftet die Kisten. Es erleichtert euch viel beim Einzug in die neue Wohnung, wenn ihr die Dinge schnell wiederfindet.

 

L – Luftpolsterfolie

Mit Luftpolsterfolie schützt ihr ganz besonders zerbrechliches Gut.

 

Luftpolsterfolie in Umzugskarton© fotolia / Pixelwolf2

 

M – Möbel bereits vor dem Umzug bestellen

Wenn ihr eine Küche einbauen lasst, habt ihr oftmals Produktions- und Lieferzeiten von 3 bis 6 Wochen.

 

N – Nachsendeauftrag einrichten

Richtet euch bei der Post einen Nachsendeauftrag ein.

 

O – Organisationsplan mit Timeline

Ohne Plan zu übersiedeln – also ganz freestyle – ist ein gewagtes Unterfangen. Mit unserem ABC wollen wir euch ein Grundgerüst liefern, den ihr noch um zeitliche Abläufe erweitern könnt. Was passiert 2 Monate vor dem Umzug? Was ist 4 Wochen davor zu erledigen? Was 2 Tage zuvor? …

 

P – persönliche Kiste

Richtet euch eine Kiste mit euren persönlichen Sachen zurecht: Dokumente, Wertgegenstände, Toiletteartikel, Medikamente, Babynahrung, Tierfutter, etc. Diese sollte stets griffbereit sein und nicht gemeinsam mit den anderen Kisten transportiert werden.

Neben der persönliche Kiste habt die Werkzeugkiste stets parat. Hammer, Schraubenzieher, Inbusschlüssel, Zange, Maßband, Schere, Schnüre und auch reißfeste Müllsäcke solltet ihr am Start haben.

 

Q – Qualitäts-Klebebänder

An Klebebändern von guter Qualität sollte nicht gespart werden. Ihr benötigt diese nicht nur, um Kisten zu verschließen, sondern auch um z.B. Laden oder Türen von Möbeln zu sichern.

 

R – Rückgabe der alten Wohnung

Sprecht mit eurer Hausverwaltung in welchem Zustand ihr die Wohnung übergeben müsst. Müsst ihr ausmalen? Auf jeden Fall müsst ihr die Wohnung reinigen und Löcher in den Wänden verspachteln. Und ihr seid verpflichtet, den kompletten Schlüsselsatz zu retournieren – für Wohnung, Garage, Keller, Fahrradabstellraum, Aufzug, Müllraum, etc.

Außerdem vergesst nicht, die Kaution zurückzufordern.

Ein TIPP: Dokumentiert beim Einzug Mängel in der Wohnung – am besten mit Fotos. Das erspart euch beim Auszug möglicherweise Streitereien.

 

S – Stellplan anfertigen

Fertigt einen Plan an, der euren Helfern zeigt, in welchem Raum sie das Umzugsgut abstellen sollen: Die Kartons mit Küchenutensilien in oder in der Nähe der Küche. Die Einzelteile des Betts im Schlafzimmer. Das erspart euch lästiges Suchen.

 

T – Tiere und Pflanzen

Auch für Tiere empfiehlt es sich, einen Sitter für den Umzugstag zu organisieren. Pflanzen solltet ihr 2 Tage vor dem Umzug nicht mehr gießen – das erleichtert euch das Tragen.

 

U – Urlaub einreichen

Je nach Kollektivvertrag stehen euch für den Umzug 1 bis 3 Tage Sonderurlaub zu. Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht. Erkundigt euch bei eurem Arbeitgeber. Mit oder ohne „Sonder-“ empfiehlt es sich, für den Umzug ein paar Tage Urlaub einzuplanen.

 

V – Verträge kündigen

Man glaubt gar nicht, wie viele Verträge man im Lauf der Zeit so unterschreibt. Einige davon müsst ihr vor eurem Umzug kündigen – allen voran den Mietvertrag der alten Wohnung. Mindestens 3 Monate vor dem Auszug ist dies schriftlich bekanntzumachen.

Darüber hinaus: Gas und Strom, Fernwärme, Internet, Telefon, Kabelfernsehen, GIS, Haushaltsversicherung, etc.

 

W – Wirbelsäuleschonend Heben und Tragen

Überschätzt euch nicht mit dem Gewicht der Kisten. Wenn das Anheben schon sehr anstrengend ist, werdet ihr nicht weit kommen.

Geht beim Heben in die Knie. Macht einen geraden Rücken. Haltet die Kisten nicht weit vom Körper entfernt.

Als Faustregel gilt: Die Kraft soll aus den Armen und Beinen kommen und nicht aus dem Rücken.

 

Übungen für die RückenmuskulaturⒸ fotolia / Trueffelpix

 

X – x-beliebige Tageszeitungen

Neben den bereits erwähnten Umzugskisten, Luftpolsterfolien und Jutesäcken, sind Tageszeitungen ein beliebter und praktischer Verpackungsklassiker.

 

Y – Yogamatte

Beim Buchstaben Y fällt uns nur ein: Vergesst eure Yogamatte nicht 😉

 

Z – Zählerstände notieren und bekanntgeben

Lest die Zählerstände von Gas und Strom ab – sowohl in der alten als auch in der neuen Wohnung. Idealerweise am Tag des Auszugs bzw. Einzugs.

 

Unser A bis Z des Umzugs können wir euch auch als sehr umfangreiche Checkliste anbieten, die ihr an dieser Stelle downloaden könnt: Checkliste für einen sorgenfreien Umzug

 

 

Titelbild: fotolia / Nikita Kuzmenkov

 

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