Dieses Zinshaus hat Glück gebracht – und gehabt

Zinshaus Wien, Josefstädter Straße

Es war seit mehr als einhundert Jahren im Besitz einer einzigen Familie, dieses elegante Zinshaus − ein Eckzinshaus − aus der Gründerzeit. Ein fünfstöckiges Doppelhaus mit gegliederter mehrfarbiger Stuck-Fassade in bester Josefstädter Lage. Im Erdgeschoß ein traditionelles Wiener Gasthaus mit romantischem Innenhofgarten.

 

Stolz verweist die Ahnentafel im Hausflur auf die bewegte Geschichte des Gebäudes: Als Wohnhaus „Zum Geier“ war es 1805 als letztes Haus vor dem Linienwall zunächst einstöckig errichtet worden, 1894/95 erfolgte dann der fünf- stöckige Neubau. Doch ein Bombenangriff im Jänner 1945, nur wenige Monate vor Kriegsende, zerstörte große Teile, das Haus musste 1950 fast komplett wiederaufgebaut werden. Eine umfassende Renovierung machte 1996 schließlich eine wertvolle Rarität daraus. Ein Haus mit Geschichte also, das spannende Geschichten erzählen könnte und auch stellvertretend für das Schicksal vieler Zinshäuser und ihrer Eigentümer in dieser Stadt steht. Denn so wie dieses Bauwerk unterschiedliche „Lebensphasen“ und damit Veränderungen durchgemacht hatte, so erging es auch der Besitzerfamilie.

 

In ihrer gutbürgerlichen „Hausherrenwohnung“ hatte sie viele Jahrzehnte glücklich gelebt, dort waren auch die Kinder aufgewachsen. Im Laufe der Jahre verlagerte sich freilich der Schwerpunkt berufsbedingt immer mehr ins Ausland. Die Kinder wurden erwachsen und flügge, die elterliche Wohnung erwies sich irgendwann als viel zu groß. Und nicht zuletzt wurde auch die Bewirtschaftung der imposanten Liegenschaft immer schwieriger und aufwändiger. So hatten sich die Eigentümer − wohl schweren Herzens − entschlossen, den Familienbesitz zu verkaufen.

 

Eine höchst vertrauensvolle Aufgabe für unsere Zinshausexperten

 

Das war im Herbst 2016, als sich Familie Dr. W. deshalb an uns wandte. Das Zinshaus sollte nicht nur optimal verkauft werden, die Eltern und die erwachsenen Kinder sollten auch neuen, zentral gelegenen Wohnraum erhalten, Finanzielles wollte man zu Lebzeiten friedlich ordnen. Ein Teil des Gewinns war zudem für karitative Zwecke vorgesehen. Für unsere Zinshausexperten war es eine höchst ehren- und vertrauensvolle Aufgabe, diese ganz besondere Familie und damit auch das Gebäude in dieser wichtigen Lebensphase begleiten zu dürfen.

 

Rund ein Jahr dauerten die gemeinsamen beratenden Sitzungen mit der Familie und unseren Spezialisten, bis die wohlüberlegte Entscheidung und der Weg des Verkaufsverfahrens feststanden. Dann dauerte das zweistufige transparente Bieterverfahren für das Josefstädter Zinshaus rund drei Monate. Dabei konnten wir Dr. W. auch bei komplizierten rechtlichen Fragen, wie etwa schwer vergleichbaren Angebotsbedingungen der Kaufinteressenten, umfassend unterstützen. In der letzten Runde des Verfahrens durften wir ihm dann die fünf Bestbieter − in entspannter und gemütlicher Atmosphäre − präsentieren. Wer sollte nun den Zuschlag bekommen?

 

Dr. W. hatte sich diese Entscheidung − wohl auch aus emotionellen Gründen − nicht leicht gemacht. Denn abgesehen vom Kaufpreis war ein entscheidendes Kriterium für ihn auch die Person, die Persönlichkeit des künftigen Eigentümers: Immerhin wird dieser die Geschicke des Hauses und damit auch seiner Bewohner nach einhundert Jahren im Familienbesitz in Zukunft prägen. Herr Dr. W. hat die Sache zu einem guten Ende gebracht: Alle Beteiligten sind letztendlich mit dem Ergebnis glücklich.

 

Eugen Otto
Dr. Eugen Otto (Geschäftsführer)

 


 

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