Energiespartipps für Haushalt und Wohnung

Effizienz Energiekosten Schild Hintergrund

Einmal im Jahr flattert sie ins Haus, mit Angstschweiß auf der Stirn öffnen wir sie – die Rede ist von der Jahresabrechnung für Gas und Strom. In den meisten Fällen erwartet uns eine Nachzahlung, weshalb wir uns Jahr für Jahr die selben drei Fragen stellen: Was verbraucht im Haushalt so viel Energie? Wie kann ich die Kosten reduzieren? Was sind die besten Energiespartipps?

 

Was sind die größten Stromfresser im Haushalt?

 

Während beim Gasverbrauch klar ist, dass die Kosten in der Heizung und meist auch im Warmwasser stecken, ist das beim Strom schon viel überraschender. Denn es sind nicht etwa die Kühlschränke, die an vorderster Position rangieren. Die ersten beiden Plätze in der Stromfresser-Hitparade belegen das private Büro (14,5%) sowie die Unterhaltungselektronik (13,3%). Außer wenn das Warmwasser elektrisch aufbereitet wird, denn dann rangiert dieses auf Platz 1 (27,7%).

Danach folgen Kühlschrank (8,4%), Beleuchtung (7,7%), Kochen (7,5%) und Wäschetrockner (5,3%).

 

Desktop-PC gegen Notebook

 

Es klingt eigentlich unglaublich, aber einer der größten Energiefresser im Haushalt ist der PC. Wer diesen gegen ein Notebook tauscht, kann bis zu 40,- Euro im Jahr sparen.

 

Energie-effiziente Technik

 

In allen Bereichen lohnt sich die Investition in neue Technik. Wer beispielsweise noch alte Röhrenfernseher im Einsatz hat, hockt auf dreimal höheren Kosten im Vergleich zu Flatscreen-Besitzern. Durch den Einsatz energie-effizienter Geräte lässt sich der Energieverbrauch im Haushalt um ein Drittel senken.

 

 

Energiespartipps sind bares Geld wert

 

Energie sparen in der Küche:

 

  • Kühlschränke fühlen sich nur in kühlen Ecken wohl. Die pralle Sonne, ein Heizkörper oder ein Herd sind die falschen Nachbarn.
  • Regulieren Sie den Kühlschrank nicht auf maximale Stufe. Der ideale Temperaturbereich liegt zwischen +5° und +7° Celsius. Schon bei zwei Grad weniger liegt die Ersparnis bei 10,- Euro im Jahr.
  • Lassen Sie heiße Speisen abkühlen, bevor Sie sie zur Aufbewahrung im Kühlschrank deponieren.
  • Kühlschränke und Eiskästen müssen regelmäßig abgetaut und vom Eis befreit werden. Bis zu 45% an Kostensenkung ist möglich.
  • Deckel auf den Topf: Sie sparen rund 46 Euro im Jahr, wenn Sie beim Kochen den Topfdeckel benutzen.
  • Erhitzen Sie Wasser mit einem Wasserkocher und nicht am Herd: Ein gekochter Liter Wasser pro Tag und am Herd schlagt übers Jahr gesehen mit 40,- Euro zu Buche!
  • Vermeiden Sie Geschirrspülen mit der Hand: Bei 160 Einsätzen des Geschirrspülers im Energiesparmodus sparen Sie im Vergleich zur Handwäsche 35,- Euro.

 

Energie beim Wäsche waschen:

 

  • Lassen Sie Ihre Waschmaschine nicht halbleer laufen – befüllen Sie diese voll.
  • Viele Geräte besitzen einen Energiesparmodus. Dieser spart Wasser, Strom und schont Ihre Wäsche.
  • Verzichten Sie beim Wäschewaschen auf das Vorwasch- und Trocken-Programm und reduzieren sie die Temperatur: Bei 160 Waschgängen pro Jahr mit 40 statt 60 Grad und ohne Vorwäsche und Trockner können 110 Euro gespart werden.
  • Trocknen Sie die Wäsche lieber auf der Wäscheleine – vor allem im Sommer.
  • Reinigen Sie nach dem Trockenvorgang das Flusensieb des Wäschetrockners, damit ausreichend Luftzufuhr gewährleistet ist. Der Trockner läuft kürzer und verbraucht weniger Energie.

 

Energie sparen im Badezimmer:

 

  • Lassen Sie das Warmwasser nicht unnötig laufen, zum Beispiel beim Zähneputzen oder Rasieren.
  • Falls Sie eine elektrische Zahnbürste benützen, stecken Sie die Ladestation nur dann ans Netz, wenn es notwendig ist.
  • Vielleicht können Sie Ihre Haare auch mal lufttrocknen? Der Fön ist ein großer Energiefresser.
  • Ersetzen Sie, wenn möglich, die energieintensiven Halogenstrahler in den Badezimmermöbeln durch LED-Lampen.
  • Heißlüfter gegen Feuchtigkeit im Bad? Wir haben eine besseren Tipp: Füllen Sie Schalen mit Salz an – etwa 5 cm hoch. Salz entzieht dem Bad die Feuchtigkeit.

 

Energie sparen beim Heizen:

 

Über die vielfältigen Energiespartipps zum Thema Heizen gibt unser Journal-Beitrag Heizkosten sparen – Tipps & Tricks Auskunft.

 

Energie sparen durch Wandfarben:

 

Warme Farben – wie gelb, braun oder rot – haben Einfluss auf unser subjektives Wärmeempfinden. Die Auswirkungen sind bereits bei einer farblich umgestalteten Wand spürbar. Finden Sie heraus, welche Farbe Ihr Wohlgefühl stärkt trotz geringerer Raumtemperatur.

 

Energie sparen bei Unterhaltungselektronik & EDV:

 

Handys, Tabletts, TVs, PCs, Spielekonsolen, DVD-Player – die Zahl an Elektronikgeräten ist im Steigen begriffen. Wir haben die passenden Energiespartipps:

  • Der Stand-by-Betrieb von elektronischen Geräten stellt einen unnötigen Energieaufwand dar. Mit einer schaltbaren Steckdosenleiste setzen Sie Stromfresser außer Gefecht. Bei 5 Geräten (mit 10 Watt Stand-By Leistung) sparen Sie bis zu 100,- Euro im Jahr.
  • Aktivieren Sie den Energiesparmodus in der Systemsteuerung Ihres PCs.
  • Schalten Sie den Monitor lieber aus. Bildschirmschoner sind oftmals energiesaugende Animationen.
  • Nützen Sie die Spielkonsole nicht als DVD-Player. Der Stromverbrauch ist 10x höher!

 

Sie sehen, mit wenig finanziellem Aufwand kann ein Maximum an Einsparung herausgeholt werden. Davon profitieren Ökosystem und Geldbörse.

 

Und Sie können doch schließlich Ihr Geld für viel schönere Dinge ausgeben als für Gas- und Stromkosten …

 

 

 

1 thought on “Energiespartipps für Haushalt und Wohnung”

  1. Pingback: Thermenwartung - Wer bezahlt? Mieter oder Vermieter? - OTTO Immobilien Journal

Schreibe einen Kommentar