Makler – Wie sieht der Beruf aus? – Ein Tag mit Claus Loidolt – 1

OTTO Immobilien Makler Claus Loidolt

Wie sieht der Beruf eines Maklers aus? Was tun Makler eigentlich den ganzen Arbeitstag lang? Wirklich nur „Wohnungstüren aufsperren und Provisionen kassieren“? Wie das gängige Klischee so launig behauptet. Zur Beantwortung dieser Frage habe ich mir einen Termin mit Claus Loidolt ausgemacht – seines Zeichens Makler bei OTTO Immobilien.

Bestückt mit Stift, Notizbuch und Smartphone für Fotos und Videos habe ich Claus einen Tag lang begleitet. Und siehe da, der Beruf des Maklers ist richtig richtige Arbeit.

Es ist nicht nur ein sehr umfassender Beruf, er erfordert auch ein hohes Maß an Flexibiltät und ein feines Gespür für den Kunden. Und ab und zu benötigt man auch die Gabe, rasch improvisieren zu können.

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8 Uhr – Treffen mit Claus Loidolt in der OTTO Immobilien Boutique

 

Nach einem kurzen „Hallo!“ düsen wir gleich mit dem Auto aus der Riemergasse im 1. Bezirk nach Speising in den 13. Wiener Gemeindebezirk zu einer Wohnungsbesichtigung.

Glücklicherweise sind Ferien, der Verkehr hält sich in Grenzen.

 

 

8:45 – Ankunft in Wien-Speising

 

15 Minuten vor dem Termin sind wir schon vor Ort. Pünktlich um 9 Uhr erscheint der Wohnungsinteressent zu Besichtigung.

Die kleine und wirklich feine 45-m²-Wohnung gefällt dem Interessenten auf Anhieb. Sie ist auch ideal geschnitten. Liegt in der Ost-West-Achse mit Morgen- und Abendsonne. Und sie hat einen verwunschenen Garten, der mitbenutzt werden kann.

 

 

Überzeugen muss Claus Loidolt den Interessenten nicht – rasch wird der Makler zum Berater.

Die Fragen des Interessenten sind vielfältig:

  • Darf die Küche verlegt werden?
  • Was muss erledigt werden, um einen Ofen einbauen zu können?
  • Was für Leute wohnen in dem Haus?
  • Wie hoch sind die Heizkosten?

Und der Wohnungsinteressent ist gut vorbereitet und überrascht mit exaktem Wissen über seinen Gasverbrauch:

  • 150 Kubikmeter im Sommer
  • 890 im Winter

Claus und ich hätten unseren Gasverbrauch jetzt nicht auswendig gewusst …

Der Interessent erbittet sich Bedenkzeit.

Es folgt eine Wohnungsübergabe im 3. Bezirk.

 

 

9:20 – Fahrt von Wien-Speising nach Wien-Landstraße

 

Eines wird mir schnell klar: Wer keine Lust auf viele Telefonate hat – und die Betonung liegt auf viele -, der ist definitiv falsch im Makler-Gewerbe. Das Handy von Claus läutet im Minutentakt:

  • Wohnungsinteressenten, die sich einen Besichtigungstermin ausmachen wollen.
  • Wohnungsinteressenten, die den vereinbarten Termin verschieben müssen.
  • Dazwischen gibt das Büro neue Termine durch oder bittet Claus kurzfristig eine Besichtigung für einen Kollegen zu übernehmen.

 

Während Claus telefoniert, quengelt nebenbei das „Navi“ seines Autos, weil Claus eine andere Strecke wählt als vorgeschlagen. Zwischendurch schaffe ich es aber trotzdem, Fragen anzubringen:

 

Wie wurdest du eigentlich Makler, Claus?

 

Begonnen hat Claus in einem kleinen Maklerbüro in Wien-Hernals. Dort hat er das Handwerk „von der Picke auf“ gelernt. Nach acht Jahren fühlte er, dass die Zeit für einen „Tapetenwechsel“ gekommen war.

 

Er bewarb sich bei einem Bauträger und wurde engagiert. Den Tipp für den Job hat ihm ein Freund gegeben. Die Aufgaben dort waren vielfältig:

  • Grundstücke einkaufen
  • Bauprojekte entwickeln
  • und diese verkaufen

Nachdem der Bauträger eines Tages beschloss die Wohnsparte einzustellen, musste Claus ins Asset-Management wechseln und fortan Lagerhallen und Baumärkte verkaufen. Glücklich wurde er dort nicht – er vermisste den Kontakt zu den Kunden.

 

Seit ein-dreiviertel Jahren arbeitet Claus als Makler bei OTTO Immobilien. Mit der Erfahrung, die er durch seine Tätigkeit bei dem Bauträger gewonnen hat, bereichert er das Team.

 

Claus liebt den Mix aus:

  • Kundenterminen
  • Wohnungsbewertungen abgeben
  • Verwertungskonzepte für den Verkauf von Bauprojekten entwickeln

Als Makler weiß er, was am Markt gerade gefragt ist und kann den Bauträger bereits bei der Entwicklung eines neuen Wohnprojekts beraten, zum Beispiel betreffend der Grundrisse.

 

Da wir schon um die Ecke unseres Ankunftsortes fahren, geht sich nur noch ein spontaner Wordrap aus:

 

Was macht einen guten Makler aus, Claus?

 

Fachliche Kompetenz, Seriosität, Zuverlässigkeit und soziale Kompetenz.

 

10 Uhr – Ankunft Wien-Landstraße

 

Um 10:30 ist die Wohnungsübergabe an die neuen Mieter. Wir sind bereits eine halbe Stunde früher vor Ort. Bis zum Schluss haben Handwerker noch die Wohnung „übergabefein“ gemacht: frisch gestrichen, Parkettböden eingelassen, Fenster überprüft.

 

10:30 – Übergabe an die neuen Mieter

 

Zur Wohnungsübergabe erscheinen neben Claus auch noch Veronika Prenosil von der OTTO Immobilien – Hausverwaltung, die Hausbesitzer und – klarerweise – die neuen Mieter.

 

Neben der Schlüsselübergabe wird die Wohnung gemeinsam auf Mängel hin überprüft, die im sogenannten Übergabeprotokoll festgehalten werden. Viele Mängel werde dort nicht notiert, denn die Altbauwohnung ist in einem ausgezeichneten Zustand.

 

 

Was den neuen Mietern missfällt, ist die zugegebenermaßen sehr eigenwillige Griff-Variante der Eingangstüre. Diese hatten die Vormieter installiert. Die Hausverwaltung wird selbstverständlich einen umgehenden Umbau veranlassen und vermerkt das im Übergabeprotokoll.

 

 

Claus merkt an, dass dies eine problem- und stressfreie Übergabe sei. Da hat er schon ganz anderes erlebt und erzählt von einem Fall, in dem ein Mieter bereits zur Unterzeichnung des Mietvertrags mit einem prall-gefüllten Umzugswagen vorgefahren ist.

Die Wohnung war von den Vormietern jedoch noch nicht komplett geräumt worden. Und die Vormieter waren zu dem Zeitpunkt auch nicht in Wien. Claus musste improvisieren und selbst Hand anlegen. Gemeinsam mit allen beteiligten Parteien gelang es ihm, die Wohnung so umzuräumen, dass sämtliche Einrichtungsgegenstände Platz fanden.

 

Die Wohnungsübergabe in Wien-Landstraße ist nun zu Ende…

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11:30 – Wie düsen ins OTTO-Immobilien-Büro in die Riemergasse

 

Der Vormittag mit Claus Loidolt neigt sich langsam dem Ende zu und war schon recht erfolgreich.

 

Wie Claus und ich beinahe nicht mehr die Tiefgarage rechtzeitig verlassen konnten, lesen Sie …

 

… im 2. Teil unseres Makler-Tages mit Claus Loidolt.

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FORTSETZUNG FOLGT …

 

 

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